Einen Forecast anlegen bzw. importieren
Einleitung
Forecasts können zu verschiedensten Zwecken genutzt werden. Es werden folgende Typen von Forecasts unterschieden:
Verkaufsforecast
Verbrauchsprognose
Rahmenverträge (Verkauf / Einkauf)
Die folgende Anleitung zeigt die Einrichtung eines Verkaufsforecasts.
Tipp: Erzeugung von Testbedarfen für Übungs- und Schulungszwecke
Zu Übungs- und Schulungszwecken kann es hilfreich sein, mit einem “leeren Szenario” zu arbeiten - siehe Neuanlage eines Szenarios | Use-Case-“Leeres-Szenario”---Datenfilter-konfigurieren.
Forecasts können in diesem Fall dazu genutzt werden, um schnell Primärbedarfe auszulösen. Eine Forecastzeile für einen Verkaufsforecast ist z.B. schneller eingespielt als eine Kundenauftragsposition, da weniger Datenfelder angegeben werden müsse.
Forecast anlegen
Navigieren Sie zur Seite Produktionsplanung → Forecasts
Nutzen Sie die Funktion Neu um um einen neuen Forecast anzulegen
Vergeben Sie mindestens eine Bezeichung (z.B. Salesforecast BMW) und definieren den Typ (hier: Verkaufsforecast).
Im Feld Kommentar können Sie für die interne Dokumentation weitere Details zur Herkunft der Daten, Regelmäßigkeit der Erneuerung etc. hinterlegen.
Speichern Sie die Daten.
Szenariozuordnung definieren
Wechseln Sie auf die Tabkarte Szenario-Zuordnungen.
Nutzen Sie die Funktion Neu um eine Zuordnung zu einem Szenario anzulegen.
Plan.Szenario: Wählen Sie das Szenario aus, in dem dieser Forecast genutzt werden soll
Dispositiv wirksam: Steuern Sie, ob “sichere” Forecastzeilen dispositiv wirksam sein sollen
Ungesicherte Zeilen dispositiv wirksam: Steuern Sie, ob “nicht sichere” Forecastzeilen dispositiv wirksam sein sollen.
Sofern Sie einen Forecast zu einem Szenario zuordnen, aber weder sichere noch nicht sichere Forecastzeilen als dispositiv wirksam konfigurieren, so können Sie in der Terminraster-Darstellung die Forecastzeilen später schnell artikelweise einsehen, diese haben aber keine Auswirkung auf die Dispositionsplanung, es werden also keine Bedarfsdecker erzeugt.
Forecastumfang definieren
Der Umfang des Forecasts ist versioniert - auf diese Art behalten Sie Transparenz über Änderungen am Forecast, wenn Sie eine neuen Version einspielen bzw. definieren. Der Umfang eines Forecasts kann entweder per Excel importiert und (optional) anschließend manuell angepasst werden oder vollständig manuell definiert werden.
per Excel importieren
Wählen Sie auf der Seite Produktionsplanung → Forecasts den Forecast aus, für den Sie einen Excelimport durchführen wollen.
Wechseln Sie auf die Tabkarte Versionen & Zeilen.
Nutzen Sie die Funktion Datei auswählen, um eine Exceldatei mit Forecastzeilen zu importieren.
Die Mindestanforderungen an die Struktur der Exceldatei sind im Maushint des blauen Infosymbols erläutert.
Nach erfolgreichen Import wurde automatisch eine neue Version erstellt, die Forecastzeilen wurden für diese neue Version importiert und die Oberfläche meldet den Abschluss mit der Meldung Forecast erfolgreich importiert.
Sollte es beim Import zu Fehlern kommen, wird keine neuen Version angelegt und die Fehlerursachen werden in einer roten Fehlermeldung ausgegeben.
Mögliche Fehlerursachen sind z.B. ungültige Artikel-Nummern oder Kunden- bzw. Lieferantennummern.
manuell definieren
Version anlegen
Wählen Sie auf der Seite Produktionsplanung → Forecasts den Forecast aus, für den Sie den Umfang manuell definieren wollen.
Wechseln Sie auf die Tabkarte Versionen & Zeilen.
Nutzen Sie die Funktion Neu um eine neue Version anzulegen.
Vergeben Sie die Bezeichnung und Speichern Sie die Version.
Zeilen anlegen
Wählen Sie die neue Versionszeile aus und legen über die Funktion Neu im unteren Bereich 1-n Forecastzeilen an.
Definieren Sie pro Forecastzeile mindestens die Felder Artikel, Menge und Termin.
Das Feld Kunde kann optional ausgefüllt werden, wenn Sie mit einem einzelnen Forecast die Absatzplanung für mehrere verschiedene Kunden abbilden wollen.
Über das Feld Status kann die Forecastzeile als sicher bzw. nicht sicher klassifiziert werden. Standardmäßig gelten neu angelegte Zeilen als sicher, sofern nicht anders definiert. Diese Klassifizierung kann dazu genutzt werden, um beispielsweise vertraglich zugesicherte Mindestabnahmen (sicher) von einem ungesicherten Langfristforecast (nicht sicher) zu unterscheiden.
Eine Version als aktuelle Version markieren
Wählen Sie die soeben angelegte Version aus
Nutzen Sie die Funktion Als aktuelle Version setzen um diese Version als die zukünftig aktive Version dieses Forecasts zu deklarieren. Nur der Umfang der aktuellen Version fließt in die Planungsläufe der zugeordneten Szenarien ein. Es kann gleichzeitig nur eine Version als aktuelle Version deklariert werden, die zuvor aktuelle Version wird somit unwirksam.
Sofern keine aktuelle Version definiert wurde, hat der Forecast keine Wirkung auf die Planung.
Planungslauf starten und Ergebnisse überprüfen
Starten Sie einen Planungslauf (Einen Planungslauf durchführen ) und prüfen Sie anschließend die Primärbedarfe. Alle dispositiv wirksamen Forecastzeilen wurden jetzt als Primärbedarfe in der Planung berücksichtigt.